Monkey Mind: Stopp dein Gedankenkarussell

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Wir alle kennen das Problem, wenn wir nachts aufwachen und das Grübeln einfach kein Ende nehmen will. Die Gedanken drehen sich im Kreis, wie bei einem Karussell und lassen uns einfach nicht zur Ruhe kommen. Das ist das so genannte “Monkey Mind”.

 

Was bedeutet Monkey Mind?

Das Wort Monkey Mind (übersetzt "Affengeist) stammt aus dem Buddhismus und bedeutet so viel wie ruhelos, launenhaft, überspannt und scheinbar unkontrolliert. Stell dir ein paar verrückt gewordene Affen vor, die laut herumhüpfen und sich wild von Ast zu Ast schwingen.

Diese herumhüpfenden und lauten Affen symbolisieren deine rastlosen Gedanken, die wild kreisen und einfach nicht verstummen wollen. Eigentlich unwichtige Gedanken werden aufgebauscht. Du kennst dieses Phänomen sicherlich unter dem Begriff “Gedankenkarussell”.

Wie entsteht Monkey Mind?

Stressige - oder herausfordernde Lebenssituationen führen  häufig dazu, dass unsere Gedanken verrückt spielen und uns nicht mehr zur Ruhe kommen lassen. Sei es die schwierige und herausfordernde Situation im Job, der permanente Streit mit dem Partner/Partnerin, das Treffen einer schwierigen Situation, das Kennenlernen der Eltern unseres neuen Freundes/Freundin. All das sind Herausforderungen, die uns ins Wanken und Zweifeln bringen können. Es entstehen Fragen/Sätze wie:

  • “Bin ich gut genug?"
  • "Was ist, wenn es schief geht?"
  • “Was ist, wenn sie mich nicht mögen?”
  • “Das schaffe ich nie!”

Du musst wissen, all das sind nur deine Gedanken, es ist nicht die Realität. Diese kreisenden Gedanken bringen dich nicht weiter. Sie führen meist in eine Sackgasse oder kehren wie ein Bumerang zu dir zurück.

Weshalb ist Monkey Mind psychisch und physisch ungesund?

Dein Gedankenkarussell bedeutet häufig puren Stress. Es erzeugt Angst, Unsicherheit, oder führt zu Panikattacken. Die kreischenden Affen hindern dich daran, einen erholsamen Schlaf zu bekommen. Die Folgen sind Müdigkeit, Reizbarkeit, Nervosität, was wiederum zu chronischen Kopf- und Rückenschmerzen führen kann. Erwähnen möchte ich hier auch einen möglichen Zusammenhang zwischen Monkey Mind und Migräne. Das Ganze kann sogar bis zur Depression führen.

Wie bändige ich die kreischenden Affen?

Eine gute Nachricht ist: „Du kannst lernen, das Gedankenkarussell zu stoppen.“

Wichtig ist, dass du dir bewusst machst und erkennst, was in diesen Situationen passiert. Das ist schon der erste Anfang zur Besserung.

Stell dir folgende Fragen:

  • Was ist evtl. am Tag passiert?
  • Was erhoffst du dir von deinen Gedanken?
  • Hilft mir das Grübeln weiter?
  • Kann ich die Fragen zum jetzigen Zeitpunkt beantworten?
  • Wenn nicht, dann hat es keinen Sinn weiter darüber nachzudenken.

Wichtig ist, dass du akzeptierst, dass es eine Zeit braucht, seine Gedanken besser zu kontrollieren. Das klappt nicht von heute auf morgen, da das Gedankenkarussell meist schon lange fährt. Sei geduldig mit dir!

Unterstützende Übungen und Methoden

  • Atemübung

Deine Atmung ist ein wunderbares Mittel, deine Gedanken und dich zur Ruhe zu bringen. Anfangs ist es gar nicht so einfach, sich auf die eigene Atmung zu konzentrieren, ohne die Gedanken abschweifen zu lassen.

Plane täglich mindestens eine Atemübung ein.

Atme durch die Nase tief in den Bauch ein. Lege dazu gerne deine Hand auf deinen Bauch und spüre, wie sich deine Bauchdecke wölbt. Atme lang durch den Mund wieder aus. Wiederhole das ein paar Mal. Schon bald wirst du merken, wie sich Ruhe und Gelassenheit einstellt und deine Gedanken an Bedeutung verlieren.

  • Bewegung

Jede Art von Sport kann dir helfen, deine Affen zu bändigen und deinen Kopf frei von belastenden Gedanken zu bekommen.

Ein Spaziergang am Abend hilft dabei, deine Gedanken vor dem Schlafen gehen zu beruhigen.

Yoga: Erstens dehnt und kräftigt Yoga deinen Körper, zweitens unterstützt es dich dabei, zu entspannen und deinen Geist zur Ruhe kommen zu lassen.

  • Pflege eine gute Schlafhygiene
  1. Achte auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus.
  2. Lüfte dein Zimmer, bevor du schlafen gehst.
  3. Trinke einen beruhigenden Tee vor dem Einschlafen.
  4. Bei Durchschlaf-Problemen hilft es, den grübelnden Gedanken positive Gedanken entgegenzubringen. Z. B. statt: “Was ist, wenn es schief geht?” , lieber: “Was ist, wenn ich es hinbekomme, was ist dann anders?”
  • Entspannungsmethoden

Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung tragen ebenfalls dazu bei, deinen Geist zu entspannen.

  • Stressbewältigung durch Achtsamkeit

Achtsamkeit bedeutet, eine offene und akzeptierende Haltung gegenüber dir selbst und deinen Emotionen zu bekommen. Du lernst, im Hier und Jetzt anzukommen.

Probier doch einmal ein Dankbarkeitstagebuch aus. Schreibe dir jeden Abend drei Dinge auf, für die du dankbar bist.

Meditation ist eine wunderbare Achtsamkeitsmethode, die dich dabei unterstützt, dich auf deinen Atem zu fokussieren und deine Aufmerksamkeit nach innen zu lenken. Du lernst dabei, deine Gedanken wie Wolken an dir vorbeiziehen zu lassen und ihnen weniger Bedeutung zu schenken.

 

Möchtest du mehr über Achtsamkeit oder Meditation oder Stressbewältigung erfahren und diese erlernen, dann melde dich gerne bei mehr. 

 

Herzlichst 

Anja Hartmann ❤️

 

 

 

 

ANJA HARTMANN
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